AG-Schlossplatz

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Fragen zum "Humboldt-Forum"-
Wiederaufbau Berliner Schloss?

15. Stichwort:  Kein öffentlicher Auftrag an den Förderverein Berliner Schloss e.V.?

Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung/BBR ließ zum Förderverein Berliner Schloss e.V. erklären...der Verein arbeitet ohne öffentlichen Auftrag. Auch hinsichtlich der Architektur gibt es keine Beauftragung.
s. Abb. 36, 74, 127, 128, 188

...die zuständige Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ließ erklären...es gibt auch von Senatsseite keine offizielle Beauftragung oder Vereinbarung mit dem Verein oder deren Architekten bezüglich der Schlossplatzbebauung.
...gegenüber der Öffentlichkeit erklärten beide...dass die Planungen, d.h. auch die Fassadenplanung, nicht einem privaten Verein, insbesondere auch nicht dem „Förderverein Berliner Schloss“ e.V., sondern  der benannten Behörde  (BBR)  übertragen werden wird.

...die Stiftung Preußischer Kulturbesitz/SPK ließ erklären...sie hat den Förderverein nicht beauftragt, Fassaden zu konstruieren. Außerdem hat der Bundestag schon am 13. 11. 2003 beschlossen, dass der Bund die Planungskosten selbst trägt.

...und Prof. K.-D. Lehmann ließ am 12. Jan. 2006 in „Die Zeit“ schreiben...es gibt keinerlei Vertrag mit dem Förderverein oder paraphierte Vereinbarungen. Es gibt unsererseits eine grundsätzliche Bereitschaft, einen juristischen Weg zu prüfen, wie  w i r  Spendengelder annehmen können, ohne unsere  eigene Gemeinnützigkeit  zu gefährden...
s. Abb. 36, 64, 65, 77, 78

...aus dem Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages heißt es…Der Bund ist der Bauherr für das „Humboldt-Forum - keineswegs ein Förderverein Berliner Schloss e. V. - es kann nicht sein, dass uns ein kleiner Subunternehmer auf der Baustelle eine Fassadenbaustelle errichtet
…er muss seinen Spendern erklären, ob er die Spenden tatsächlich dafür einsetzt, wofür sie glauben, sie gegeben zu haben. Für uns als Bauherr Bund ist das absolut irrelevant...
s. Abb. 36, 64, 65, 77, 78 , 108, 109, 110, 188

...zum Architektur-Wettbewerb „Humboldt-Forum“ in 2008 für den Bauherrn (Bundesbauministerium/BBR) heißt es im Febr. 2009  zum preisgekrönten Entwurf des in Fachkreisen kaum bekannten italienischen Architekten Prof. Franceso Stella1...dieser werde  für wesentliche Planungsleistungen das Berliner Architekturbüro Hilmer & Sattler und Albrecht für die Entwurfs- und Ausführungsplanungen sowie die Berliner Filiale von gmp Gerkan, Marg und Partner für die Kostenberechnungen und Bauleitung beauftragen...dazu die Berliner Architekten Stuhlemmer, die finanziert vom Schlossverein Wilhelm von Boddiens2 die zentimetergenauen Pläne der barocken Fassaden rekonstruiert haben.
2009 heißt es aus o.g. Förderverein unter Richard Schröder/Ingrid Rexrodt in seinem „Berliner-Extrablatt“ bis Nr. 60 zu “Der Staat ist nicht gemeinnützig“...eine bloße Ablieferung von Spenden in Höhe von 80 Mio. Euro zur Finanzierung der Fassaden, wie sie der CDU-Abgeordnete Steffen Kampeter vorschlägt, ist nicht möglich, da der Staat nicht gemeinnützig ist   bzw.  "von uns die Mittel nicht bekommen kann, da er nicht gemeinnützig ist" - und uns in diesem Falle die Gemeinnützigkeit2 aberkannt werden müsste. Unsere Spenden, in welcher Form auch immer, können nur an eine ebenfalls gemeinnützige Institution weitergeleitet werden.

wir fragen:

 

Fussnoten

1. Sachverständige im Preisgericht am 27./28. 11. 2008  - unter dem Vorsitz von Vittorio Magnano Lampugnani  - waren zu letztlich noch 30 Entwürfen: Wilhelm v. Boddien für den o.g. Förderverein und York Stuhlemmer  als „Schloss-Architekt“. Die „Selbstauskunft“  des 1. Preisträgers Francesco Stellas  bzgl. der Zulassung  im vorgegebenen Bewerbungsverfahren (s.  Juni 2008 und dann für nur noch 30 Teilnehmer ab Sept. 2008) von  Bundesbauministerium  zum sog. Realisierungs-Wettbewerb wird inzwischen von anderen Wettbewerbs-teilnehmern hinterfragt, d.h. ist zumindest seine Teilnahmeberechtigung  nachfragewürdig geworden...(unerhebliche FORMALIEN?)

2 v. B. ist Vereinsmitglied, ab 3/2004 angeblich weisungsgebundener Angestellter im „Förderverein“ unter dem Vorstand  mit Schröder/Rexrodt ... Wenn die bd. Vereinsmitglieder Stuhlemmer schon 1996 mit der Arbeit - ohne angeblich offiziellen Auftrag - begonnen haben, wurde auch sie aus Spenden zu Gunsten des  noch immer „Ausstellungsverein“ bis 8/2003 bezahlt.
       Wobei Rupert Stuhlemmer zudem von 8/1992 bis 11/2004 allein vertretungsberechtigtes Vorstandsmitglied war (s. in Vereinen ein  unzulässiges In-Sich Geschäft)

3 der mögliche Verlust der  Gemeinnützigkeit/Steuerfreiheit ist ein Problem des Vereins - und nicht des Bauherrn.