AG-Schlossplatz

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Fragen zum "Humboldt-Forum"-
Wiederaufbau Berliner Schloss?

11. Stichwort: In-SichGeschäft?

In § 2 der Vereinssatzung heißt es...der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke. Die Mittel des Vereins dürfen  n u r  für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden.
Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins, die über den Ersatz der Auslagen hinausgehen. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

Lt. Protokoll und Jahresbilanzen sind rd. 4,5 Mio. Euro - z.B. für Grundlagenforschung, Planungen, Konstruktionszeichnungen u. ä. mit dem Architekturbüro Stuhlemmer, bzw. zwischen langjährig1 jeweils allein vertretungsberechtigten Vorstandsmitgliedern vereinbart worden.
Die vertraglichen Grundlagen und Modalitäten einer freien Auftragsvergabe und Beauftragung durch den bis März 2004 Vorsitzenden (v. Boddien) und durch den bis zum Nov. 2004  amtierenden Vorsitzenden/stellvertretenden Vorsitzenden (Stuhlemmer) sowie ab März 2004 „Geschäftsführer (v. Boddien) sind nicht bekannt.
s. Abb. 71, 72, 73, 36, 3, 188

Gemäß § 12 Abs. 5 der Satzung heißt es...die Beschlüsse des Vorstandes - unter dem 1. Vorsitzenden oder dem stellvertretenden Vorsitzenden - sind zu Beweiszwecken in ein Beschlussbuch einzutragen und vom Sitzungsleiter zu unterzeichnen. Die Niederschrift soll Ort und Datum der Vorstandssitzung, die Namen der Teilnehmer, die gefassten Beschlüsse und das Abstimmungsergebnis enthalten.

wir fragen:

       ...wäre es dann nicht laut § 181 BGB grundsätzlich unzulässig?

Die beauftragte o.g. Wirtschaftsprüfungsgesellschaft des o.g. Vereins gab dazu an...Die Beauftragung des vorbezeichneten Architekturbüros erfolgte durch den Geschäftsführer des Vereins, Herrn Wilhelm v. Boddien.

 

Fussnote


1 s. zum  04. Juli 2006  veröffentlichte die  „Berliner Morgenpost“ auf S. 20 ein Interview Rainer Haubrich mit York Stuhlemmer....vor zehn Jahren hat das Berliner Architektenbüro Stuhlemmer damit begonnen, alte Baupläne, Fotografien, und Fragmente des Berliner
 Schlosses auszuwerten. In minutiöser Detailarbeit konnten inzwischen alle Fassaden dokumentiert und in millimetergenaue Baupläne übertragen werden.
s. am 14. Febr. 2009 hieß es unter www.welt.de zum offiziellen Vertragspartner des Bundesbauministeriums/BBR „Das Berliner Schloss entsteht im Team“...dazu die Berliner Architekten Stuhlemmer, die finanziert vom Schlossverein Wilhelm von Boddiens die zentimetergenauen Pläne der barocken Fassaden rekonstruiert haben...schrieb Haubrich.